fünf Stunden Angst

Gestern ist Tara in Panik weggelaufen!

Wir waren im Haus, ich wollte gerade kochen, stand noch an der Spüle, drehte mich um .. und fiel lang über Tara die genau hinter mir lag. Ich bin ganz schlimm gestürzt, Tara hat bestimmt auch was abbekommen, die schwere Pfanne flog bis in den Flur!

Ich lag nur da und konnte schreien, so weh tat mir alles, kam gar nicht mehr hoch… inzwischen war Tara aus der offenen Küchentür gelaufen. Das stellten wir erst einige Minuten später fest.

Sofort riefen wir nach ihr und dachten, sie ist nur ums Haus gelaufen .. aber sie kam nicht. Humpelnd lief ich draußen rum und rief und rief. KEINE Tara!!! Der beste aller Ehemänner war auch dabei und suchte im „Dickicht“… wir fanden sie nicht. Er mähte mit der Sense große Flächen, die mehr als 1,5 m und höher  verunkautet waren… wir dachten, sie könnte vielleicht verletzt da drinnen Schutz gesucht haben.

Später fuhr der beste alle Ehemänner mit dem Rad los, suchte die Staßengräben mehrfach ab… ich rief bei Nachbarn an… und fuhr mit dem Wagen zu den anderen. Niemand hatte sie gesehen…

Wir waren schon ganz verzweifelt, denn wo sollten wir hier auf dem Land noch suchen? Der Mais steht sehr hoch und ist an vielen Stellen…

Tara ist ja ein eher ängstlicher Hund, so hatten wir Angst, das sie in ihrer Panik die Orientierung verloren hatte und immer weiter lief.

Stunde um Stunde suchten wir sie, riefen immer wieder…schließlich fing ich wenigsten an meine Hand zu kühlen, ich konnte sie nicht mehr bewegen, so weh tat sie mir.

Noch ein letztes mal fuhr der Mann  mit dem Rad los… ich suchte am Haus, rief und schrie nach ihr. (ist eben alles so weitläufig hier)… es dämmerte schon. Ich war inzwischen wirklich total fertig und konnte nicht mehr, überlegte schon die Nacht auf der Liege draußen zu verbringen… um sie nur ja nicht zu verpassen, falls sie kommen würde.

Der Mann kam wieder, nichts gesehen… ich hatte auch keinen Erfolg… wir waren beide am Boden zerstört!

Da kam sie angestürmt! Sie überschlug sich vor Freude, begrüßte uns wieder und wieder! Wir waren so dankbar und froh, sie war unverletzt und es scheint ihr nichts passiert zu sein.

Wo sie allerdings so lange gewesen ist? Wir vermuten, die ist gelaufen und gelaufen und hat sich verirrt. Erst durch meine laute, verzweifelte Schreierei konnte sie sich neu orientieren ( es war ja schon Abend und viel ruhiger draußen) und konnte zurück finden!

Gott sei dank!

Ich hab leider richtig was abbekommen, die rechte Hand ist stark verstaucht und geprellt, einen Riß in der Hand,  beide Knie aufgeschürft und dick, einige Zehen tun weh, Finger auch, Rippen und vor allen auch der Rücken… oder soll ich lieber aufzählen was mir nicht wehtut?

mit Quarkwickel…

Ich kann jetzt die Hand und die Finger wieder etwas mehr bewegen, aber fest greifen oder halten kann ich damit nicht… na, mal sehen wie weitergeht…

Hauptsache Tara ist wieder da!

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4 Kommentare zu “fünf Stunden Angst

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